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Kuby's Hochseilshow

Endlich ist es soweit!!! Die Autobiographie von Alexi ist  auf dem Markt. Das Buch können Sie hier direkt bestellen, wir senden Ihnen gerne ein handsigniertes Exemplar zu. Im Buchandel finden Sie die Autobiographie unter dem Titel “Ohne Netz und doppelten Boden”, ISBN 9783833489464. Das Buch umfasst 196, teilweise bebilderte, Seiten und kostet € 12,50.

 

Begleiten Sie Alexi auf seinen Reisen. Das Buch gibt einen Eindruck in ein sicher außergewöhnliches (Artisten-)Leben. Wie uns schon von verschiedenen Seiten zugetragen wurde, ist das Buch sehr kurzweilig und unterhaltsam.

                              

Hier eine kleine Leseprobe:

Wie man sich vorstellen kann, birgt der Hochseillauf ein extrem hohes, unkalkulierbares Risiko in sich. Bei der Motorradfahrt besteht die Gefahr hauptsächlich im eventuellen Versagen der Technik. Wegen der extremen Gewichtsbelastung des dünnen Seils und der ausgeklügelten Balance zwischen Maschine und Trapez. Bei den artistischen Darbietungen ist man relativ gesichert; z. B. mit einem Longengurt oder so genannten Strapaten. Auf jeden Fall kann man sich festhalten – am Motorrad und auch während der Mastarbeit. Beim Seillauf ist man mit sich, seinen Gedanken auch seiner Angst und mit der Balancierstange allein zwischen Himmel und Erde. Ein plötzliches Nachsacken des Seils, das sich blitzartige Lösen einer Abspannleine oder unerwartet einsetzender böiger Wind oder Regen. Und all das technische Können, all das jahrelange Üben, all Deine Erfahrungen  können im Bruchteil einer Sekunde bedeutungslos sein. Völlig nutzlos und das Ende Deines irdischen Daseins bedeuten.

 

Eines lauen Sommerabends während unserer Frankreich-Tournee mit der Stey-Truppe hatte ich dieses erste einschneidende Erlebnis. Ich habe die entscheidenden Momente nicht bewusst erlebt. Es war ein kleines Städtchen in dem wir unser Seil zum Mast gespannt hatten. Nicht einmal so hoch, weil der Marktplatz ziemlich klein war. Das Seil lief an einer Stelle dicht an einer Hauswand entlang. Höhe vielleicht 12 oder 13 Meter. Auch hier wurden die Abspannleinen von Zuschauern gehalten. Die Balancierstange kam meines Erachtens nach nur knapp, wenn überhaupt, an der Hauswand vorbei. Das sah von unten nicht sehr vertrauenserweckend aus. Ausprobieren konnte ich es vorher leider nicht. Ich musste mich einfach auf mein Gefühl und mein Glück verlassen. Als ich das Seil betrat war ich daher ziemlich angespannt. Dazu kam noch, dass ich mich am Abend vorher von unserem Geschäftsführer dazu habe überreden lassen, einige Gläschen besten französischen Rotweins zu trinken. Zu dieser Zeit trank ich keinen Alkohol. Und das schon mindestens drei Jahre nicht mehr. Kurzum – mir ging es gar nicht gut und ich war absolut nicht voll da. Als ich nun an die kritische Stelle des Seils kam, kippte ich die Stange etwas, um nicht die Hauswand zu berühren und tastete mich langsam vorwärts. An diesem Abend schlingerte und rutschte das Seil zusätzlich, da die Abspannleinen von Jugendlichen gehalten wurden, die sich offensichtlich eine Spaß daraus machten, ihre Kräfte im Tauziehen zu messen oder den Artisten in eine lebensgefährliche Situation zu bringen. Wie auch immer – das Letzte, an das ich mich erinnern kann, war, dass das Laufseil unter meinen Füßen mit einem kräftigen Ruck weggerissen wurde. Mir war so, als stünde ich einen Moment frei in der Luft. Dann war alles schwarz. Von ganz weit her hörte ich ein Geräusch wie Meeresrauschen. Ein Rauschen, das immer näher kam. Dann wurde ich wach. Tief unter mir der gähnende Abgrund. Ich war immer noch auf dem Seil. Kein Meer weit und breit. Kein Meeresrauschen. Das Getöse war Applaus. Das Publikum applaudierte mir, dem Seiltänzer. Dem Menschen, von dem sie glaubten, er würde ohne Wenn und Aber in die Tiefe stürzen und auf dem Asphalt ihres kleinen Städtchens aufklatschen. Die lange Stange hielt ich fest in den Händen. Senkrecht nach unten zur einer Seite des Seils – wie ein Gondoliere in Venedig. Eigentlich hätte sie mich in die Tiefe reißen müssen. Rein physikalisch ging das Alles gar nicht. Mein damaliger Chef, der alte Stey, sagte mir später er hätte mich schon auf dem Boden liegen sehen. Langsam pendelte sich die Stange wieder ein. Nein, nicht ich habe sie wieder ins Gleichgewicht gebracht. Dazu wäre ich kräftemäßig in dieser Position gar nicht in der Lage gewesen. Außerdem war ich immer noch nicht wieder voll bei Bewusstsein. Der Schock. Alles war - rückblickend – eher eine Traumsequenz. Als ich wieder voll da war, drehte ich auf dem Seil und beflügelt vom Klatschen der Zuschauer erreichte ich wieder sicheren Boden. Erst viel später wurde mir klar, was da wirklich passiert und wie nahe ich der anderen Welt war. Ganz sicher war ich an diesem Abend da oben auf dem Seil nicht allein.

 

Zwei weitere lebensgefährliche Situationen die mir beim Seillaufen passiert sind, will ich noch erwähnen. Im Gegensatz zu meinem gerade geschilderten Abenteuer ist da nichts Unbegreifliches dran. Trotzdem bin ich auch hier sicher, einen Schutzengel gehabt zu haben.

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 Hier verstecken sich einige Gemälde und ein Bericht über die Biografie von Alexi.

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